Unsere Fallbeispiele zum Thema Turnaround

Kredit durch gutes Rating gesichert

Bei einem erfolgreichen Unternehmen der optischen Industrie trat unvermutet ein hoher Kapitalbedarf auf. Im Rahmen der Kreditprüfung fand ein Rating des Unternehmens statt, das zu einem überraschend schlechten Ergebnis kam. DRICON half dem Unternehmen, sich besser darzustellen und die Kreditgespräche erfolgreich zu gestalten.

Die Ausgangslage

Ein Unternehmen der optischen Industrie hatte Jahre des wirtschaftlichen Erfolgs und stetigen Wachstums hinter sich. In dieser Zeit war die Bilanzpolitik auf die Optimierung der Steuerlast ausgerichtet. Mit der Abkühlung der Konjunktur verschlechterten sich die Ertragslage und die Liquidität des Unternehmens. Um einen Großauftrag vorfinanzieren zu können, wurde ein Kredit benötigt. Bei Gesprächen mit der Hausbank stellte die Geschäftsführung fest, dass Analysten die Bonität des Unternehmens deutlich negativer als erwartet einstuften. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen kein aktives Bonitätsmanagement betrieben. Die neue Geschäftssituation erforderte ein Umdenken und aktives Handeln.

Unsere Vorgehensweise

Aufgabe von DRICON war es, das Unternehmen bei der Verbesserung des Ratings zu unterstützen. Hierzu hat unser Team die folgenden Beiträge geleistet:

Workshop zur Analyse und Erläuterung der Ergebnisse des Ratings

Formulierung von Vorschlägen zur Verbesserung der Bonität

Erstellung einer Unternehmensdokumentation

Die Arbeiten wurden zusammen mit dem Finanzprokuristen unseres Mandanten durchgeführt. Neben einer erhöhten Effizienz resultierte hieraus auch ein Coaching-Effekt.

Das Ergebnis

Die Analyse der Rating-Ergebnisse zeigte, dass die Bonität des Unternehmens aus zwei Gründen so schlecht eingestuft wurde:

1. Die Bilanzpolitik der Wachstumsjahre hatte zu einer Optimierung der Steuerlast geführt. Dies geschah hauptsächlich durch eine sehr hohe Abschreibung der kapitalintensiven Maschinen und Lagerbestände. Da kaum Gewinne ausgewiesen wurden, stieg die Eigenkapitalausstattung nicht proportional zur Unternehmensentwicklung. Es wurden stille Reserven aufgebaut. Die Marktwerte der Maschinen und Lagerbestände lagen deutlich über den Buchwerten. Für das Rating wurden natürlich die Buchwerte und die Eigenkapitalquote herangezogen.

2. Das Management hatte die Vertreter der Bank über die Geschäftspolitik und die Unternehmensstrategie der nächsten Jahre informiert. Dies geschah allerdings nur mündlich. Eine Dokumentation und in sich geschlossene Planungsunterlagen gab es nicht. Die Analysten vermerkten deshalb Schwächen in der Unternehmensplanung.

Durch unsere Arbeit haben wir die Defizite erkannt und behoben. Die stillen Reserven wurden durch den Verkauf von zwei Maschinen, Neubewertungen sowie Gutachten teilweise aufgedeckt. Die Unternehmensplanung haben wir in professioneller Form dokumentiert. Die Kreditwürdigkeit unseres Mandanten verbesserte sich und die weiteren Kreditgespräche verliefen positiv. Das Management beschloss, die zukünftige Bilanzpolitik ausgewogener zu gestalten und Bonitätsaspekte stärker zu berücksichtigen.

Wachstumsfinanzierung für ein Unternehmen der Kunststoffindustrie

Um den Kauf eines Wettbewerbers zu finanzieren, benötigte ein mittelständisches Unternehmen eine Finanzierung. Die von den Banken angebotenen Kredite reichten nicht aus. DRICON empfahl die zusätzliche Aufnahme von Beteiligungskapital. Durch die Vermittlung eines Kapitalgebers konnte die Finanzierung und damit die Übernahme realisiert werden.

Die Ausgangslage

Unser Mandant, ein mittelständischer Hersteller von speziellen Verbindungs- und Sicherungselementen aus Kunststoff, wollte durch Zukauf eines Wettbewerbers expandieren. Zu den Kunden unseres Mandaten gehörten namhafte Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Automobilindustrie. Insgesamt wurden zum damaligen Zeitpunkt 260 Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftsentwicklung ist seit Jahren expansiv und die Ergebnisse waren trotz schwierigen konjunkturellen Umfeldes positiv. Ein wichtiger Wettbewerber stand zum Zeitpunkt unserer Beauftragung zum Verkauf. Die eigenen finanziellen Mittel und die von den Banken angebotenen Kredite reichten zum Erwerb des Unternehmens allerdings nicht aus.

Unsere Vorgehensweise

Aufgabe der Berater von DRICON war es, die Eigenkapital-Basis des Unternehmens durch die Gewinnung eines finanzstarken Partners zu verbessern. Unsere Berater sollten eine Beteiligungsgesellschaft finden, die bereit war, die weitere Expansion des Unternehmens mit einem substanziellen Betrag zu finanzieren. Das Kapital sollte in Form einer stillen Beteiligung bereitgestellt werden.

Um geeignete Partner ansprechen zu können, haben wir zunächst eine Präsentationsunterlage erstellt. Kern der Dokumentation war eine integrierte Unternehmensplanung, mit der das Geschäftspotenzial nach Übernahme des Wettbewerbers verdeutlicht wurde. Neben der Markt- und Wettbewerbsposition war auch eine Risikobewertung enthalten.

Über unser Netzwerk haben wir geeignete Beteiligungsgesellschaften angesprochen und mit ihnen Verhandlungen geführt.

Das Ergebnis

Wir konnten mit einer Beteiligungsgesellschaft einen Vertrag zur Finanzierung des Unternehmens abschließen. Unser Mandant hat einen hohen Millionenbetrag zur Stärkung seiner Eigenkapitalbasis erhalten. Mit dem Kapital konnte er den Erwerb seines Wettbewerbers finanzieren.

Für unseren Mandanten ergaben sich aus der Zusammenarbeit mit DRICON konkret die folgenden Vorteile:

Die professionelle Unternehmensplanung war ausschlaggebend für die Gewinnung eines Finanzpartners. Sie konnte auch zur Information der Hausbanken genutzt werden.

Die Unternehmensleitung unseres Mandanten wurde durch DRICON deutlich entlastet. Die Ansprache von Beteiligungsgesellschaften über DRICON war sehr effizient und führte schnell zu konkreten Entscheidungen.

Durch den Gedankenaustausch zwischen unserem Mandanten und unseren Beratern konnten die Beteiligungsverhandlungen optimal geführt werden.

Möbelindustrie: Verzögerte Sanierungsmaßnahmen gefährden die Existenz

Bei einem bekannten Möbelhersteller waren in den vergangenen Jahren strategische Fragen nicht gelöst worden. Daraus resultierten eine negative Geschäftsentwicklung und ein sich zuspitzender Liquiditätsengpass. DRICON entwickelte ein Sanierungskonzept und führte das Unternehmen erfolgreich aus der Krise. 

Die Ausgangslage

Unser Mandant gehört zu den großen mittelständischen Möbelherstellern. Die schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen und der zunehmende Druck durch Billiganbieter hatten zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. In den letzten Jahren verlor das Unternehmen Marktanteile und erwirtschaftete deutliche Verluste im operativen Geschäft. Die ungelösten strategischen Probleme und die schlechte Ergebnislage führten zu Finanzierungsengpässen. Die Banken verloren langsam das Vertrauen.

Unsere Vorgehensweise

Um die Situation des Unternehmens rasch zu verbessern, haben wir ein zweistufiges Arbeitsprogramm durchgeführt.

1. Stufe: Bestandsaufnahme

Zu Beginn unserer Tätigkeit führten wir zunächst eine Bestandsaufnahme durch. Dabei konzentrierten wir uns auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Liquiditätssituation und Vorschau
  • Wirtschaftlichkeit der Standorte und Fertigungsschritte
  • Kostensenkungspotenzial

Es zeigte sich, dass unser Mandant erhebliche Lieferantenverbindlichkeiten aufgebaut hatte. Die Liquidität erlaubte keine kurzfristige Begleichung der offenen Posten. Dazu trug auch der hohe Bestand an offenen Forderungen gegenüber Kunden bei. Die Kapazität war in Teilbereichen sehr schlecht ausgelastet. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Kurzarbeit gekommen. An einem zweiten Standort in den neuen Bundesländern waren ca. 60 Mitarbeiter beschäftigt. Unsere Wirtschaftlichkeitsanalyse bestätigte, dass der Standort in den letzten Jahren nicht annähernd kostendeckend gearbeitet hatte. Wir konnten auch erhebliche Kostensenkungspotenziale im Hauptwerk des Unternehmens identifizieren.

2. Stufe: Sanierungskonzept und -maßnahmen

Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stand die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes. Dabei verfolgten wir von Anfang an auch kurzfristig wirkende Sanierungsmaßnahmen. Es war allen Beteiligten klar, dass von der Qualität unserer Arbeit die Bereitschaft der Gesellschafter und der Banken zur weiteren Finanzierung des Unternehmens abhing.

Unsere Berater haben mit den folgenden Tätigkeiten zur Sanierung des Unternehmens beigetragen:

  • Durchführung von Sofortmaßnahmen zur Liquiditätssicherung
  • Verhandlung eines Zahlungsplans mit den Lieferanten
  • Planung und Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen
  • Erstellung einer integrierten Finanz- und Geschäftsplanung
  • Strategische Planung zur Verbesserung der Wettbewerbsposition
  • Verhandlung mit Banken und Kreditinstituten

Das Ergebnis

Das Sanierungskonzept bestätigte die Überlebensfähigkeit des Unternehmens. Zur Gesundung war ein konsequentes Kostenmanagement erforderlich. Folgende Ergebnisse hat das DRICON-Team erzielt:

Senkung der operativen Kosten um jährlich ca. 3,5 Mio. Euro unter anderem durch

Schließung des zweiten Standorts in den neuen Bundesländern

Reduktion der Verwaltungs- und Gemeinkosten im Stammwerk

Verstärkte Beschaffung bei Lieferanten in Osteuropa und Asien

Forderungsverzicht der Lieferanten in Höhe von 30% der aufgelaufenen Verbindlichkeiten

Strategische Neuausrichtung durch Sortimentsbereinigung (Verringerung der Lagerkosten um ca. 20%)

Sicherung der Liquidität durch Prolongation der Kredite der Banken

Neue Marktchancen durch ein von DRICON geplantes und umgesetztes Engagement in Russland

Das Unternehmen befindet sich ein Jahr nach den von DRICON empfohlenen und begleiteten Maßnahmen auf dem Weg der Gesundung. Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes haben die Kostensenkungsmaßnahmen zu einer erheblichen Ergebnisverbesserung beigetragen.

Maschinenbau: Nachfrageeinbruch bedroht die unternehmerische Zukunft

In Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise brachen die Auftragseingänge bei einem mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauer um zeitweise 60% ein. Die Kostenstrukturen wurden nicht schnell genug angepasst und das Unternehmen geriet in eine existenzbedrohende Situation. DRICON ergänzte die Unternehmensleitung durch ein Interimsmanagement schaffte den erfolgreichen Turnaround. 

Die Ausgangslage

Unser Mandant ist ein mittelständischer Maschinen- und Anlagenbauer mit einer fast hundertjährigen Firmengeschichte. In der sich rapide verschlechternden Konjunkturlage gingen die Auftragseingänge massiv zurück. In der Spitze betrug das Minus 60% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Management versuchte durch Maßnahmen wie Kurzarbeit und Lagerabbau gegenzusteuern. Die Kostenstrukturen konnten dabei nicht schnell genug angepasst werden. Die Liquiditätsreserven wurden fast vollständig aufgezehrt, die operativen Verluste kumulierten sich auf existenzbedrohende Höhen. 

Unsere Vorgehensweise

In einem dreistufigen Arbeitsprogramm haben wir die Unternehmenslage zunächst stabilisiert und im Anschluss wieder zu einem gesunden Wachstum geführt.

1. Stufe: Bestandsaufnahme & Liquiditätssicherung

Auf Grund des dringenden Handlungsbedarfs konzentrierten wir uns im ersten Arbeitsschritt auf die Sicherung der Liquidität. Hierzu wurde zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme mit dem Ziel der Erstellung eines Sofortmaßnahmenpaketes durchgeführt. Der Maßnahmenkatalog umfasste:

Aktives Forderungsmanagement & konsequentes Mahnwesen

Verhandlung von Forderungsverzichten und Zahlungsplänen der Lieferanten

Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen

Anpassung der Verkaufskonditionen (Zahlungsziele, Bestellmengen)

Realisierung von weiteren Kostensenkungspotenzialen

Verhandlungen mit Leasinggebern und Finanzierungspartnern

Etablierung eines täglich aktualisierten Statusreports

Die Sofortmaßnahmen führten zu einer zügigen Stabilisierung der Unternehmenslage. Aus der Bestandsaufnahme ergaben sich gleichwohl verschiedene Bereiche, in denen weitergehende Maßnahmen erforderlich waren. Hierzu gehörte insbesondere die Einkaufsorganisation. Es wurden erhebliche Optimierungs- und Kostensenkungspotenziale identifiziert. Zudem zeigten sich Schwachstellen in innerbetrieblichen Prozessen und Abläufen. Ferner offenbarten sich starke Abhängigkeiten von zwei Auslandsmärkten.

2. Stufe: Interimsmanagement

Die Kapazitäten im Management unseres Mandanten waren vollständig ausgeschöpft. Wir ergänzten daher für einen Übergangszeitraum die Unternehmensführung. Auf Grund der internationalen Expertise unserer Berater konnten wir in dieser Zeit die folgenden Erfolge erzielen:

Aufbau alternativer Lieferanten im Rahmen eines weltweiten Sourcing

Senkung der Einkaufskosten um durchschnittlich 7%

Festlegung von Sollmengen und Optimierung der Lagerbestände

Prozessoptimierung in Einkauf, Produktion und Logistik

Gewinnung neuer Kunden und erfolgreicher Markteintritt in drei Ländern

Erarbeitung und Etablierung eines Organisationshandbuches

Implementierung von Reporting- und Controllingstandards

Durch die ergriffenen Maßnahmen wurden die Kostentrukturen des Unternehmens deutlich verbessert. Bestehende Abhängigkeiten wurden reduziert, neue Märkte geöffnet. Die interne Organisation konnte spürbar effizienter gestaltet und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht werden.

3. Stufe: Absicherung der langfristigen Wachstumsstrategie

Im Anschluss an das Interimsmanagement wurde gemeinsam mit der Unternehmensführung eine langfristige Wachstumsstrategie entwickelt. Durch die Schaffung eines Unternehmensbeirates wurde ein ergänzendes Instrument der Unternehmensführung etabliert. In regelmäßigen Abständen wird die Wachstumsstrategie überprüft und angepasst. Die folgenden Maßnahmen wurden von uns erfolgreich ergriffen:

Mehrtätiger Strategieworkshop zu den Themen Produkte, Märkte, Personal und Marketing

Überführung der Workshopergebnisse in einen Fünfjahresplan

Einrichtung eines Unternehmensbeirates

Das Ergebnis

Etwa ein Jahr nach Beginn unserer Tätigkeiten hat das Unternehmen die existenzbedrohende Krise erfolgreich überstanden. Durch die ergriffenen Maßnahmen konnte die unternehmerische Existenz gesichert und die Ergebnislage erheblich verbessert werden.

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